Disziplin von heute

Schon ein paar Tage geht es wieder auf Arbeit. Bei Straßenglätte muss man höllisch aufpassen. Meist bin ich spät dran, mein Chef kann das gar nicht leiden. In einem Bürojob gibt es Gleitzeit, so etwas würde ich mir bei meinem Job auch wünschen. Auf die Sekunde genau muss ich auf der Türschwelle zur Küche stehen, am besten schon umgezogen. Das bedeutet, manchmal ziemlich aufs Gas treten. Mann, wie das nervt. Schnell fahren ist kein Problem, macht voll Spaß, aber unter Druck fahren, ist sehr unangenehm. Gerade bei dem Wetter draußen, muss man ziemlich aufpassen. Gestern stand ich fünf Minuten später vor meinem Stück Fleisch, mein Chef wollte schon mit dem Klopfholz auf mich losgehen. Dem würde ich gern auch mal so ein zackiges Muster auf die Wange hauen. Das ist doch nicht die Bundeswehr, und ich wette, dort haben sie auch schon die Gleitzeit eingeführt.

 

Schnitzel

Zum Glück musste ich keinen Wehrdienst machen, musste also nicht diese Schinderei miterleben. Warum sollte man auch bei diesem Blödsinn mitmachen, schließlich will von Gutenberg den ganzen Verein jetzt abschaffen. Was macht so eine Truppe von Salaten Sinn, die in konventioneller Kriegsführung ausgebildet sind, aber keine Terroristen oder Partisanen zu fassen kriegen, weder in Afghanistan noch im Irak schaffen sie die Lage zu sichern.

 

Traurig ist es, dass immer wieder Soldaten drauf gehen, dort wie hier. Wegen Lebensmüden Moslems oder inkompetente Vorgesetzten auf der Gorch Fock. Das habe ich mal meinem Chef erzählt, mit schwingenden Kochlöffel, wollte ich ihm erklären, dass preußische Disziplin völlig out ist. Pünktlichkeit auf die Minute und so Quatsch ist heute gar nicht mehr realisierbar, bei den vollgepackten Tagen. Der hat natürlich nur Bahnhof verstanden und mich wieder an das Fleisch gestellte.

10.1.11 20:08

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